FAQ -Deutsches Hypothermieregister
Was ist das Deutsches Hypothermieregister?
Das Deutsche Hypothermieregister ist eine bundesweite Initiative zur Verbesserung der Versorgung von Neugeborenen mit perinataler Asphyxie. Ziel ist es, durch einheitliche Behandlungsstandards – insbesondere im Rahmen der Hypothermietherapie – die Behandlungsqualität zu erhöhen und die Sicherheit der behandelnden Teams zu stärken.
Das Register ermöglicht die systematische Erfassung und Auswertung von Krankheitsverläufen, Risikofaktoren sowie Therapie- und Prognoseparametern. So sollen neue Erkenntnisse gewonnen, Versorgungsunterschiede reduziert und die Therapie weiter optimiert werden – für eine bestmögliche Versorgung betroffener Neugeborener in ganz Deutschland.
Alle Infos hier: www.hypothermieregister.de
Wissensplattform – FAQ & Forschung im Fokus
In unserem Informationsbereich finden Sie aktuelle und wissenschaftlich fundierte Inhalte rund um die Themen perinatale Asphyxie und therapeutische Hypothermie – klar strukturiert, praxisrelevant und verständlich aufbereitet.
FAQ – Antworten auf häufige Fragen
Hier beantworten wir zentrale Fragen zur Diagnostik, Indikation und Durchführung der Hypothermiebehandlung bei Neugeborenen. Die Inhalte basieren auf aktuellen Leitlinien, Studien und klinischer Erfahrung und richten sich an Ärzt*innen, Pflegekräfte und Interessierte im neonatologischen Umfeld.
Forschung im Fokus
Clinical Research Briefs on Perinatal Asphyxia & Hypothermia
In dieser Rubrik fassen wir regelmäßig neue wissenschaftliche Studien und Fachartikel zusammen, ordnen sie medizinisch ein und bewerten ihre Relevanz für die klinische Praxis. So bleiben Sie informiert – evidenzbasiert, kompakt und mit Fokus auf das Wesentliche.
Sie haben Fragen zur perinatalen Asphyxie oder zur Hypothermiebehandlung? Schreiben Sie uns gern. Wir beantworten Ihre Anfragen fachlich fundiert und anonymisiert – damit alle von den Antworten profitieren können.
Unser Ziel: gemeinsam lernen, Erfahrungen teilen und bei komplexen Fragestellungen verschiedene Perspektiven beleuchten und in den fachlichen Dialog treten. Schreiben Sie uns Ihre Fragen: mail@hypothermieregister.de
Forschung im Fokus
In dieser Rubrik fassen wir regelmäßig neue wissenschaftliche Studien und Fachartikel zusammen, ordnen sie medizinisch ein und bewerten ihre Relevanz für die klinische Praxis. So bleiben Sie informiert – evidenzbasiert, kompakt und mit Fokus auf das Wesentliche.
Welche Kriterien führen in Deutschland am häufigsten zur therapeutischen Hypothermie bei asphyktischen Neugeborenen?
Die aktuelle Auswertung aus dem deutschen Hypothermieregister gibt erstmals einen umfassenden Überblick darüber, wie Kliniken die Entscheidung zur therapeutischen Hypothermie treffen – und welche Parameter dabei tatsächlich den Ausschlag geben.
Methode:
Ausgewertet wurden Daten von 262 Neugeborenen aus 74 Neonatologien in Deutschland. Erfasst wurden sowohl metabolische Parameter (pH-Wert, Basendefizit, Laktat) als auch neurologische Befunde wie Sarnat-/Thompson-Scores und aEEG-Muster vor Beginn der Kühlung.
Ergebnisse:
- Ein pathologisches aEEG-Muster sowie eine schwere metabolische Azidose stellten die wichtigsten und häufigsten Kriterien für die Einleitung einer therapeutischen Hypothermie dar.
- Ein stark erniedrigter pH-Wert (pH < 7,0) zeigte eine besonders starke Assoziation mit pathologischen aEEG-Befunden.
- Basendefizit und Laktat spielten eine vergleichsweise geringere Rolle.
- Auch ein niedriger Apgar-Score nach 10 Minuten korrelierte ebenfalls häufig mit auffälligen aEEG-Mustern.
Fazit:
Die Daten unterstreichen den hohen Stellenwert der frühen neurologischen Diagnostik, insbesondere des aEEG, bei der Einschätzung von HIE-Schweregrad und Therapiebedarf. Unter den metabolischen Paramtern zeigt vor allem der pH-Wert eine starke Aussagekraft und korreliert am zuverlässigsten mit neurologischen Auffälligkeiten.
Bedeutung für die Praxis:
- aEEG sollte in der frühen postnatalen Phase als zentrales und objektives Entscheidungskriterium genutzt werden.
- Der pH-Wert sollte unter den metabolischen Parametern am stärksten gewichtet werden, da er den besten Hinweis auf eine relevante Enzephalopathie liefert
- Registerdaten ermöglichen eine kontinuierliche Qualitätssicherung und bieten eine wertvolle Grundlage für zukünftige Leitlinien und klinische Standards.


